Aktuelles

 

Aktuelles

Nachbetrachtung:

Inklusion als Perspektive im ländlichen Raum am Beispiel Liepe

„Soziale Teilhabe ermöglichen und fördern –

mit persönlicher Assistenz durch einen Assistenzhund“

 

Termin: 5. und 6. Mai 2017

Ort: 19294 Liepe/Malk Göhren, MV, Sandstr. 6 (Waldschänke)

Veranstalter: Forum 65+Arbeit und Leben e.V. MV in Kooperation mit

der sozialen Initiative Associata-Assistenzhunde e.V.

 

"Vier von uns waren auch mit dabei. Die Menschen haben ziemlich viel geredet, Zukunftspläne gemacht und sich dabei prima verstanden. Auch für uns Vierbeiner war es tooootal entspannt. Wuff wau!!"

Ein umfassender Bericht mit allen wichtigen Informationen zu unserer spannenden Veranstaltung erschien am 2. Juni 2017 im aktuellen Amtskurier Dömitz-Malliß

Über dieses Grußwort der Bundesministerin Frau Manuela Schwesig und die Unterstützung von höchster politische Ebene haben wir uns besonders gefreut. Ein Ansporn für uns, mit Kraft und Engagement die gesetzten Ziele weiter energisch zu verfolgen.

Weitere Informationen zu unseren Zukunftsprojekten, bereits eingeleitete Schritte und konkrete Vorhaben geben wir Ihnen gern in einem persönlichen Gespräch. Sie erreichen uns unter 038481 / 51 00 21 oder gern auch mit einer Email. Auch wenn Sie Ideen für eine Kooperation haben, sind wir offen für einen Gedankenaustausch.

Einen weiteren interessanten Bericht zu unserer Veranstaltung finden Sie auf der Homepage unseres Kooperationspartner Arbeit und Leben e.V. : ://www.arbeitundleben.de/aktuelles/item/inklusion-als-perspektive-im-laendlichen-raum-am-beispiel-liepe

Am Freitag hat Camou aus Rostock mit eigenen Songs den Abend musikalisch perfekt gerundet. Infos zu Camou:

http://www.camouband.de/gigs/

Fachreferate, Gespräche in großer Runde und im kleinen Kreis. Ideen im Dialog. Kompetente Beiträge.. Rundum ein konstruktiver Austausch. Wir danken allen Teilnehmern für ihr Kommen, ihre Aufmerksamkeit und Mitarbeit. Wir berichten über die nächsten Schritte.

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Die Entschließung des Bundesrates

"Entschließung des Bundesrates am 10. Februar 2017: Gleichbehandlung aller von Assistenzhunden unterstützten Menschen mit Behinderung schaffen -

Assistenzhunde für Menschen mit Behinderungen anerkennen"

 

Diese Entschließung wird der Bundesregierung zugeleitet. Die Bundseregierung entscheidet, ob sie dieses Anliegen der Länder aufgreifen möchte. Feste Fristen für die Behandlung innerhalb der Bundesregierung gibt es dafür nicht. Durch diesen Beschluss wird unser gemeinsames Anliegen zur Anerkennung von Assistenzhunden verstärkt in die Öffentlichkeit getragen.

 

Wir stehen auf Landes- und Bundesebene im Austausch mit Politikern, Gremien und Verbänden. Wir haben unsere Bereitschaft zur Mitarbeit an den jetzt - hoffentlich ! - anstehenden gesetzgeberischen Aktivitäten angeboten. In unseren Stellungnahmen und Gesprächen weisen wir neben anderen wichtigen Gesichtspunkten vor allem auch darauf hin, dass durch eine Koppelung an den Schwerbehindertenausweis ein Teil der Betroffenen außen vor bleiben würde.

 

Auszug aus unserer Stellungnahme:

 

"Der Verein Associata-Assistenzhunde e.V. begrüßt die Initiative des Landes Niedersachsen und den Beschluss des Bundesrates vom 10.02.2017 ausdrücklich, gibt allerdings zu bedenken, dass eine Reduzierung auf den Begriff „behinderte Menschen“ erneut und weiterhin eine Vielzahl von betroffenen Menschen von der für sie erforderlichen Versorgung mit einem verantwortungsvoll ausgebildeten Assistenzhund ausschließen würde. Der Begriff „Behinderte“ impliziert, dass von der angestrebten Regelung ausschließlich Betroffene mit einem festgestellten Grad der Behinderung (GdB) im Sinne des Schwerbehindertenrechts profitieren würden. Chronisch oder schwerkranke Betroffene ohne eine festgestellte (Schwer-)Behinderung würden weiterhin von der notwendigen Versorgung ausgeschlossen. Insofern sollte auf die in der gesetzlichen Krankenversicherung übliche Definition „Versicherte haben Anspruch auf Versorgung ...., die im Einzelfall erforderlich sind, um den Erfolg der Krankenbehandlung zu sichern, einer drohenden Behinderung vorzubeugen oder eine Behinderung auszugleichen“ – vgl. § 33 Abs. 1 SGB V (Versorgung mit Hilfsmitteln)- abgestellt werden.

 

Wenn der Entschließungsantrag des Landes Niedersachsen und der Beschluss des Bundesrates zu Recht auf die einschränkende Rechtsprechung hinweist, so muss der ergänzende Hinweis erlaubt sein, dass auch der Blindenführhund für einen blinden oder schwer sehbehinderten Menschen einen Assistenzhund darstellt. Warum also ein Blindenführhund als „hinreichender Beitrag zur Befriedigung der Grundbedürfnisse des täglichen Lebens“ anerkannt wird, dies aber bei einem Assistenzhund für – um nur einige Beispiele zu nennen – Betroffene mit einer Posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS), Epilepsie oder Diabetes verneint wird, ist nicht nachzuvollziehen. Ein Assistenzhund leistet einem Menschen mit diesen Erkrankungen oder Behinderungen ähnliche Assistenz-Dienste wie der Blindenführhund. Insofern ist eine Gleichbehandlung aller Assistenzhunde, die noch zu definierende Qualitätsstandards und Qualitätskriterien in Auswahl und Ausbildung erfüllen, dringend geboten.

 

Wir erlauben uns den Hinweis auf den Nationalen Aktionsplan 2.0 der Bundesregierung zur UN-Behindertenrechtskonvention, in dem es auf Seite 4 heißt:

"Denn Inklusion im Sinne der UN-BRK bedeutet, gesellschaftliche Teilhabe für alle Menschen in allen Lebensbereichen auf der Basis gleicher Rechte zu ermöglichen. Für Menschen mit Beeinträchtigungen bedeutet Inklusion vor allem, Bedingungen vorzufinden, damit sie ihren Aufenthaltsort wählen und entscheiden können, wo und mit wem sie leben, ihre Begabungen und Fähigkeiten ein Leben lang voll zur Entfaltung bringen können und ihren Lebensunterhalt durch frei gewählte oder angenommene Arbeit verdienen können. Inklusion gewinnt ihre Qualität dadurch, dass sie Raum und Rückhalt für persönliche Lebensgestaltung bietet". Diesem Anspruch eines jeden Menschen würde durch die Anerkennung von Assistenzhunden als Hilfsmittel im Sinne des § 33 SGB V und als notwendige und erforderliche Assistenz zur Erlangung einer größtmöglichen und uneingeschränkten Teilhabe am öffentlichen, sozialen und kulturellen Leben Rechnung getragen."

 

Wir berichten auf dieser Seite über den jeweils aktuellen Stand dieser politischen Initiative und unsere Aktivitäten.