Wissenswertes

gut zu wissen

Der Bundesratsbeschluss vom 10.02.2017 zur Anerkennung aller Assistenzhunde

Darf ein Assistenzhund überall mit hin?

 

Ja, sein Mensch ist im Alltag belastet und benachteiligt. Der Assistenzhund hilft ihm, diese Nachteile auszugleichen. Einem Assistenzhund den Zutritt zu verwehren, käme einer Diskriminierung gleich. Zur Kennzeichnung trägt ein Assistenzhund während der Arbeit eine Weste. Ein Assistenzhund muss für seine wichtige Assistenz immer gesund und topfit sein! Er wird regelmäßig tierärztlich untersucht und hat alle wichtigen Impfungen.

 

Bereits bestehende Rechte und Gesetze:

 

§1 Grundgesetz

UN-Behindertenrechtskonvention: Artikel 3, 9, 19 und 20.

SGB I, § 10 - Teilhabe behinderter Menschen

SGB I, § 17 - Sozialleistungen müssen barrierefrei erbracht werden.

D.h. Assistenzhunden darf der Zutritt nicht untersagt werden.

SGB V, § 33 - Blindenführhunde sind ein Hilfsmittel.

Das gilt nach unserem Verständnis für alle Assistenzhunde.

 

Gleichstellungsgesetz - Unzulässige Diskriminierung im Sinne von § 3, Abs. 2, 19 AGG

 

Assistenzhunde bringen kein gesundheitliches Risiko in Krankenhäuser, Praxen und Lebensmittelgeschäfte mit. Das wurde untersucht und ist wiederholt bestätigt worden. Quellen: Deutsche Krankenhausgesellschaft, Robert-Koch-Institut.

 

Lebensmittelunternehmen müssen gemäß der europäischen Verordnung (EG) Nr. 852/2004 über Lebensmittelhygiene vermeiden, dass Haustiere Zugang zu den Räumen haben. Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) sieht im Mitführen von Blindenführhunden und anderen Assistenzhunden jedoch einen Sonderfall. Die Tiere dürfen aber nicht mit Lebensmitteln in Berührung kommen. Anm. des Vereins: Dies liegt in der Verantwortung des Assistenzhundenehmers. Quelle: BMEL

 

Politische Initiative zur Anerkennung von Assistenzhunden: Beschluß des Bundesrates vom 10.02.2017, Drucksache 742/16. Der Verein hat den zuständigen politischen Gremien seine Mitwirkung bei den anstehenden Beratungen angeboten.